Migrationshintergrund


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Claudia Zamponi parasol-words

„Als Ausländer müssen Sie verstärkt das Besondere anbieten”

„Online Kommunikation ist für mich unverzichtbar“

Claudia Zamponi ist seit Anfang 2005 als italienische Übersetzerin und Terminologin selbständig. Eine spezielle Nische in Informatik und IT hat sie sich aufgrund ihrer Erfahrung in der Branche ausgesucht: „Ausländische Selbständige sollten wirklich eine gute Marktforschung betreiben, denn wie alle anderen Unternehmer müssen sie zwar etwas Besonderes anbieten, aber als Ausländer noch mehr!”, berichtet die gebürtige Italienerin.

Ihre Startphase in Deutschland empfand sie als relativ schwierig: Es war ein größeres Unterfangen, Informationen zur Gründung zu erhalten und so manche Bank verweigerte selbständige Kunden. Viel einfacher in steuerlicher und administrativer Hinsicht war es in Irland, weiß sie aus eigener beruflichen Erfahrung.

Heute hat sie Kunden aus Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien. „Dabei ist es für mich unerlässlich, internationale Kontakte aufzubauen und zu pflegen. Ich arbeite im Netzwerk mit vielen ehemaligen Branchenkollegen zusammen“, so Claudia Zamponi. „Aufgrund meiner IT-Spezialisierung ist es auch wichtig zu wissen, wie sich die Industrietendenz entwickelt.

Dafür nutze ich gröβtenteils das Internet und tausche mich über Portale mit Gleichgesinnten aus.“ Darüber hinaus bahnen sich Geschäfte über ihr Profil auf ausgesuchten virtuellen Plattformen an. „Meine Arbeit erfolgt fast ausschließlich per Email und Internet. Kundenkontakte und Aufträge entstehen meistens über Portale und elektronisch. Online Kommunikation ist für mich heute unverzichtbar!“

claudia.zamponi@arcor.de

Foto "Eileen McDonald English To The Point "
Foto: © Courtesy Ajna-Studio

Eileen McDonald, English To The Point

Aus einem Aufenthalt in Frankfurt wurde eine langjährige Selbständigkeit

“Freiberuflich zu sein ist in der deutschen Erwachsenen-Ausbildung üblich”

Ein Bruder in Darmstadt, die Lust auf eine erneute Auslandserfahrung nach einem Jahr als Hilfslehrerin in Frankreich und der Wunsch, ihre Deutschkenntnisse zu erweitern, haben Eileen McDonald in die Mainmetropole geführt - eine Stadt, „in der es fast normal ist, kein Deutscher zu sein! Ursprünglich wollte ich nur ein Jahr bleiben… Dann habe ich Fuβ gefasst! Ich wurde sozusagen in 1990 aus Zufall als English Trainer selbständig: Es ist in der Branche der Erwachsenen-Ausbildung der übliche Weg in Deutschland“, erläutert die Frankfurterin aus Schottland.

Als mittlerweile „alte Häsin“ empfiehlt sie angehenden selbständigen Sprachlehrern, sich gut über die Rentenversicherungspflicht und Steuersituation zu informieren: „Am Anfang ist es schwierig, unseren Lebensunterhalt zu bestreiten“, weiβ die Trainerin aus eigener Erfahrung. Heute hat sich ihr Unternehmen etabliert. “Im Vergleich zu Deutschen habe ich es als Muttersprachlerin einfacher, denn die Kunden bevorzugen uns. Eigentlich gibt es aber auch sehr gute deutschstämmige English Trainer…“, fügt sie hinzu.

Ihren Beruf empfindet Eileen McDonald in der Bundesrepublik als sehr angenehm: Die Deutschen haben eher „ein positives und witziges Bild“, was die sympathischen Kiltträger anbelangt. Auch wenn ihre hiesigen Mitbürger etwas formeller als die Schotten sind, erfreut sie sich ihrer Arbeit. „Im britischen Geschäftsleben sind wir schnell bei ‚Du’ und springen öfters in verschiedene Arbeitsfelder ein. Hier ist es weniger flexibel, man beschränkt sich eher auf seinen bekannten Bereich.“

www.ettp.de

Foto "Zinnet Peken Konolino – Nomadenzelt für Kinder"
Foto: © privat

Zinnet Peken Konolino – Nomadenzelt für Kinder

Eine Nomadin empfängt Groß und Klein im Nomadenzelt

„Konolino sollte den Respekt für andere Kulturen und auch für die eigene wecken“

Eine Nomadin bittet Sie, sich auf die Kissen im „Konolino“, dem kleinen Nomadenzelt, zu setzen. Sie reicht Ihnen ein ‚nomadisches’ Getränk, Sie hören Hirtenflöten im Hintergrund. Dann beginnt sie ihre Erzählung über das „Kono“, das Zelt, das die Frauen aus Ziegenwolle weben. Was benötigen die Nomaden, um umherzuwandern? Mit welchen alten Kulturtechniken stellen sie Nahrung oder Gebrauchsgegenstände her?

In dem Zelt erfahren die Besucher zum einen praktisch-gestalterische Elemente ihres Alltags, zum anderem praktiziert Zinnet Peken das freie Erzählen der Nomaden-Kulturen. Sie erzählt Geschichten und Mythen mit Gesang und z. T. mit live Musik. Die Märchen der Hirten- und Wildbeuter-Nomaden nehmen die Zeltgäste mit auf die Reise nach Afrika, Amerika, Tibet, in die Mongolei und den Orient.

„Meinen persönlichen Hintergrund als halb-sesshaftes Nomadenkind bringe ich ein und biete Kindern oder Erwachsenen Workshops und Unterhaltung an, bei denen sie die ’nomadische Kultur’ spielerisch und aktiv kennen lernen: Sie sollen in den Genuss kommen, sich an ’Schätzen der Menschheit’ wie Festen, Bräuchen und Tänzen zu bereichern. Mein Angebot sollte darüber hinaus ein wechselseitiges Interesse und den Respekt für andere Kulturen und auch für die eigene wecken“ erläutert Zinnet Peken.

Sie wandert in alle deutschsprachigen Länder, ihr Programm richtet sich an Erwachsene und Kinder. Ihre Kunden sind Kommunen, Firmen, Museen, Schulen, Kitas und sonstige Institutionen, die kulturelle Bildung und Unterhaltungs-Programme anbieten. Dazu zählen auch und Privatpersonen, die Kindern etwas Besonderes zu deren Familienfesten darbieten möchten.

www.konolino.de