Nachfolge

Foto: Nadine Hussain, Inhaberin des Sonnenstudios Angels Light

Nadine Hussain, Inhaberin des Sonnenstudios Angels Light in Bad Vilbel

Übernehmen und Hürden nehmen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Ein Gespräch mit Nadine Hussain, Inhaberin des Sonnenstudios Angels Light in Bad Vilbel

Noch vor einem Jahr hätte sich Nadine Hussain (33) nie ausgemalt, dass sie heute ein erfolgreiches Sonnenstudio in Bad Vilbel führen würde. Ein hessisches Mikrodarlehen und eine Übernahme später blickt sie mit Zufriedenheit auf die letzten Monate zurück. „Ohne jumpp wäre mein Vorhaben nie zustande gekommen“, erzählt die Unternehmerin.

 „Jahrelang war ich Sonnenstudioleiterin, betreute die Kundschaft und den Verkauf. Als mein Arbeitgeber in Frankfurt verkaufen wollte, dachte ich: ‚Den Laden führe ich sowieso, ich kann diesen auch übernehmen...’ Meine Hauptmotivation dazu ist, dass mein elfjähriger Sohn unter ADHS leidet: Ich muss daher unabhängig sein sowie meine Zeit und Organisation selbst bestimmen.“

Eine Bekannte verwies sie an jumpp, um die Beantragung eines hessischen Mikrodarlehens vorzubereiten. „Ich kann nur empfehlen, bei solchen Vorhaben, gleich kompetente Beratung in Anspruch zu nehmen. Ich weiβ zwar, wie ich mein Geschäft zu führen habe, dennoch mit Schufa,  ‚Papierkram’ & Co. komme ich nicht klar, das war das Schlimmste für mich! Für den Antrag und später beim Übernahmeprozess sowie bei der Standortsuche und -prüfung haben mir Christine Acker und Astrid Reuter sehr geholfen. Immer wieder haben sie mich ermutigt und beruhigt, dass alles gut gehen würde“.

Das Team hat sie zwar begleitet, aber Wille und Mut hat Nadine Hussain selbst stets bewiesen. Als sie die Genehmigung für die Übernahme der Räume in Frankfurt einholen wollte, stellte sich nach einer Weile heraus, dass der Vermieter den Vertrag nicht weiterführen würde. Die angehende Unternehmerin machte sich, mithilfe von jumpp, auf die Suche nach weiteren Räumlichkeiten. Es verschlug sie nach Bad Vilbel, wo sie wieder von null an starten musste: mit Ladenprüfung, Genehmigung – und nicht zuletzt mit der Kundschaft, die in Frankfurt geblieben war... Sie übernahm das Inventar aus dem Frankfurter Solarium und bezog eine leere Fläche in Bad Vilbel.

Von null an zur 1A-Kundschaft in einem halben Jahr

„Auch hier war die jumpp-Beratung erforderlich. Wir haben die Location geprüft –  ist der Notausgang korrekt etc. –  alles wie es sich gehört! Das Ganze hat sich von September 2015 bis April 2016 hingezogen und ich habe viel dafür gekämpft. Aber ich wollte das – und meine Devise lautet: alles zu seiner Zeit. Was man will, kann man auch schaffen, egal wie tief das Loch ist...“

Der Kampf hat sich bereits gelohnt. Über die „1A-Kundschaft“ freut sich heute Nadine Hussain. Niemand kannte sie, jedoch sehr schnell überzeugten ihre Beratung, der top Hygienezustand des Solariums sowie die sympathische Atmosphäre. „Oft sagen meine Kundinnen und Kunden, sie fühlen sich wie in einer Familie und kommen gerne, manchmal auch um einfach zu plaudern“, so die 33-Jährige. Sie betont aber zugleich, dass anfangs ein Werbebudget unentbehrlich sei, um sichtbar zu werden...  Zum Glück kann Nadine Hussain mit der Unterstützung ihres Lebensgefährten im Studio rechnen, um die täglichen Öffnungszeiten von 11 Stunden an sieben Tagen zu stemmen. "Ohne ihn wäre es auch nicht möglich gewesen!"

Da der jungen Frau die Energie nie ausgeht, hat sie bereits die nächsten Pläne im Kopf. Üblicherweise bringen die Sommermonate wenig Kundschaft, deshalb ist eine ergänzende Tätigkeit willkommen. Das trifft sich gut, denn Nadine Hussain hat die Ideen – und die Räume dafür. „In meinem Studio hatte ich ursprünglich vor, einen Raum unterzuvermieten aber ich werde ihn nun als Boutique für Mode und Accessoires einrichten, bereits ab Juli.“ Nach dem ersten Hürdenlauf wird ihr die 2. Gewerbeanmeldung sicherlich wie ein Spaziergang vorkommen...  

https://www.facebook.com/sonnenstudioangelslight/

Foto "Dr. Marie Nauheimer, Primus-Linie-Personenschiffahrt GmbH"

Dr. Marie Nauheimer, Primus-Linie-Personenschiffahrt GmbH

Primus-Familienfahrt: Gesellschaftliches Engagement, das allen Spaβ macht!

Die Primus-Linie betreibt seit mehr als 130 Jahren Schifffahrt, Ausflugs-, Kultur- und seit 30 Jahren Charter-Schifffahrt. Am 24. August 2015 organisierte sie bereits zum 6. Mal die Primus-Familienfahrt und ermöglichte damit bedürftigen Familien und ihren Kindern einen kleinen Urlaub auf dem Main. Das Familienunternehmen leistet damit einen positiven Beitrag für die Frankfurter Stadtgesellschaft und stärkt die Familien vor Ort.

„Schifffahrten haben Menschen schon immer sehr viel Freude bereitet! Wir haben das Glück, ihnen diesen Spaβ anbieten zu können“, erzählt Dr. Marie Nauheimer, Mitgeschäftsführerin der Primus-Linie, Frankfurter Personenschiffahrt GmbH. „Vor sieben Jahren hatten wir die Idee, diesen besonderen Tag im Sinne von ‚Social Responsibility’ ein Mal im Jahr zu gestalten. Uns war es wichtig, dass die Familienfahrt in den Sommerferien stattfindet, während viele Kinder zu Hause sind.“

Viel mehr als „nur“ eine Fahrt auf dem Wasser von Frankfurt nach Hanau erleben die Gäste an Bord von 09:00 bis 16:00 Uhr einen richtigen Urlaubstag. Auf der Fahrt genießen die vom Frankfurter Kinderbüro ausgewählten Familien einen unbeschwerten Ausflug. Während sich 150 Kinder mit allerlei Aufgaben an Bastel- und Aktionstischen beschäftigen und einer Märchenaufführung lauschen, lehnen sich die Eltern für ein paar Stunden zurück. Auch Spiele im Schlossgarten in Hanau gehören zum spannenden Tag, für den zahlreiche Freiwillige dank des Frankfurter Bürgerinstituts engagiert werden. Verpflegung, Getränke und Mittagessen an Bord sponsert die Primus-Linie ebenfalls. Jede Familie, egal ob Opa, Oma und auch die Tante dabei sind, zahlt lediglich eine symbolische Pauschale von fünf Euro.

Die Familie soll im Vordergrund stehen

„Wir sind ein Familienunternehmen und uns lag es am Herzen, eine Aktion, bei der die Familie im Vordergrund steht, durchzuführen und zu erleben. Ich glaube, dies ist uns mit der Familienfahrt gelungen!“, freut sich die junge Geschäftsführerin, die die Firma mit ihrem Vater leitet – und selbst Mutter zweier Kinder ist. „Primus ist sehr stark im Frankfurter Stadtgeschehen eingebettet, für uns gehört es einfach dazu, etwas an die Bürgerinnen und Bürger zurückzugeben.“ Selbst für die Organisation des Events arbeitet die Firma Hand in Hand mit der Mainmetropole: Der Ausflug findet unter der Schirmherrschaft des Dezernats für Bildung und Frauen statt und wird von Beginn an von der Stadt Frankfurt und dem Frankfurter Kinderbüro unterstützt.

„Das Schöne an diesem Tag ist, dass es ein ganz besonderer Tag ist – und zwar für ALLE, nicht nur für die Familien! Unsere Mitarbeiter freuen sich sehr darauf, diese Fahrt mitzumachen, unsere Agentur gestaltet auch den Flyer ehrenamtlich, genauso wie die Freiwilligen auch ehrenamtlich dabei sind! Wir führen diesen Tag ein Mal jährlich durch, denn wir wollen, dass dieser auch richtig organisiert und hoch professionell durchgeführt wird. So bleibt er bei allen als besonders gelungenes Erlebnis in Erinnerung!“

Dass diese Idee aufgegangen ist, zeigt die positive Resonanz. Natürlich seitens der Freude der Familien aber auch mit der Auszeichnung der Primusschifffahrt 2011 für diese Initiative als Unternehmen des Monats durch die hessische Landesregierung, im Rahmen der Ehrenamtskampagne „Gemeinsam-Aktiv Bürgerengagement in Hessen".  Schön ist auch, dass der hessische Rundfunk hr die Veranstaltung medial begleitete und damit einem breiten Publikum ein Erlebnis bot!                                                                                

www.primus-linie.de

Foto "Marion Napp Haushaltswarengeschäft Napp OHG"
Foto: © Kerstin Wagner

Marion Napp Haushaltswarengeschäft Napp OHG

Betriebsübernahme und Geschäftspartnerschaft: eine Familiensache

„Ein gemeinsames Ziel ist die bedeutendste Voraussetzung für den Erfolg“

Schon als Kind verbrachte Marion Napp viel Zeit im elterlichen Haushaltswarenladen. Doch fühlte sie sich nicht unbedingt als Nachfolgerin prädestiniert. Vor 20 Jahren bot sich ihr dann doch die Übernahme des Familienbetriebs: in gleichberechtigter Geschäftspartnerschaft mit ihrem Ehemann. Er stieg zunächst bei ihren Eltern als Geschäftsführer ein. Somit hatte er die Chance, eingeführt zu werden.

„Ich bin allmählich hineingewachsen, da ich mich anfangs um unsere drei Kleinkinder – darunter Zwillinge! – kümmerte. Mit der Zeit konnte ich mich immer mehr einbringen.“ Das Wichtige dabei ist: Die täglichen Arbeitsfelder unter Partnern aufzuteilen und sich einigen zu können, „auch, wenn das Geschäft über längere Zeit nicht gut läuft.“ Nicht immer einfach, wenn beide auch noch das Familienleben miteinander teilen…

Aber das Ehepaar schafft es bis heute meist, das Geschäftliche nach Feierabend im Laden zu lassen. Immerhin war der Nachfolgerin Vieles aus dem Elternhaus bekannt: Die erfolgreiche Führung des Unternehmens ist heute auf diese gelungene Balance und die langjährige Erfahrung in Kundenbetreuung zurückzuführen.

marion.napp@gmx.de