Neuorientierung

Portraitfoto Jeri Weber

Jeri Weber, culturalxing – interkulturelle Beratung und Training

„Just“ für Juristen: Zielgruppen gerichtete interkulturelle Beratung

Langjährige Expertise, neue Kompetenzen und Interessen, Rückkehr nach Deutschland und Wiedereinstieg in den Beruf in Vollzeit: Für all diese Komponenten brauchte Jeri Weber einen passenden Rahmen. Diesen erhielt sie, als sie am Projekt „NeW Mentoring als Chance für den Wiedereinstieg“ teilnahm. Das Programm unterstützte sie, ein klares und differenziertes Geschäftskonzept zu erarbeiten.

Für die US-Amerikanerin und Juristin Jeri Weber (47) war es eine richtige Herausforderung, trotz internationalem Lebenslauf und vielfältiger Kompetenzen, in Deutschland wieder Fuβ zu fassen. „Ich fragte mich, was ich nach mehreren Umzügen im Ausland und einer Kinder bedingten nebenberuflichen Tätigkeit überhaupt machen möchte... Als Juristin vermisste ich irgendwann den Umgang mit Menschen anderer Länder und entschloss mich, mich als zertifizierte interkulturelle Business-Trainerin weiterzubilden. Jedoch war es lange nicht klar, wie ich meine Ausbildung mit meinem ehemaligen Beruf und dem Wiedereinstieg fern von der Heimat bündeln könnte. Dann bin ich auf das Projekt ‚NeW – Mentoring als Chance für den Wiedereinstieg’ von jumpp gestoβen. Das Programm hat mir eine wunderbare Palette an Informationen und Hilfestellungen geboten, um mich hier beruflich wieder zu orientieren. Die Module, die Tandem-Treffen und die Begleitung haben mir eine Struktur gegeben. Am Anfang hatte ich noch keine genaue Idee. Aber nach den neun Monaten stand mein Konzept, und ich habe mich gerade selbständig gemacht: als interkulturelle Beraterin, Trainerin und Moderatorin für Juristen. Mein Firmenname lautet ‚Culturalxing’: Es ist die Abkürzung von 'cultural crossing' und bedeutet für mich die Kreuzung, an der sich Kulturen treffen. NeW hat mir einen Rahmen gegeben, in den alle meine Ideen einflieβen konnten“, erzählt die Gründerin.

Die Welt wird kleiner das heiβt nicht, dass wir uns verstehen

Ihr Geschäftskonzept wendet sich zunächst nur an Juristen – eine Nische, in der sie „von Haus aus“ bestens aufgehoben ist. „Gesetze sind sehr kulturell bezogen, im Recht geht es viel um Menschliches und darum, wie wir einen Lebensumstand interpretieren... Heute kann fast jeder Englisch oder mehrere Sprachen, die Welt wird immer kleiner. Dies bedeutet jedoch noch lange nicht, dass wir uns alle verstehen“, so die erfahrene „Globetrotterin“. Juristen, ob freiberuflich oder in Unternehmen tätig, bietet sie nun sowohl individuelle interkulturelle Beratung an, als auch Trainings für die Ausbildungsprogramme neuer Juristen. Team-Moderation gehört ebenso zu ihren Aufgaben, wenn es darum geht, z. B. die Teams zweier Kanzleien verschiedener Nationalitäten für erfolgreiche Kooperationen zusammenzuführen.

Was Jeri Weber heute besonders freut, ist einen Neustart mit dieser ganz besonderen Idee gemeistert zu haben und damit zuversichtlich in die Zukunft zu blicken: „Ich habe die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen und die Leute sind wirklich offen für mein Konzept. Ich habe bereits Kontakte, die ich nun für die Akquise aktivieren werde. Ich muss nun Präsenz zeigen, u. a. über Netzwerke. Das kann ich Gleichgesinnten nur raten. Selbst habe ich viel von der Erfahrung anderer Menschen aus anderen Bereichen gelernt. Immer alles alleine zu stemmen ist nicht einfach!“

www.culturalxing.com

Portraitfoto Dagmar Rees

Dagmar Rees, SoluDare

Aufgaben „neu sortieren“ für weniger Stress und mehr Glück

Auf der einen Seite schwimmen wir in einer Flut von Informationen und Anforderungen, auf der anderen Seite haben wir individuelle Arbeitssysteme und -rhythmen, Werteskalen und Bedürfnisse an unseren (beruflichen) Tagesablauf. Menschen unterstützen, alles sinnvoll miteinander zu kombinieren, sodass jeder dabei zufrieden ist, gehört zu Dagmar Rees Aufgaben.

Manche fühlen sich wie ein Hamster im Rad, andere wie ein Roboter: Solche Aussagen verraten viel über unseren modernen Alltag. „Täglich werden wir mit immer mehr Informationen überschüttet. Die Anforderungen im Beruf steigen und wir glauben: Je virtueller die Aufgaben, desto weniger Zeit brauchen wir für sie. Das ist ein großer Trugschluss: Dadurch erhöhen sich Arbeitsdruck und Stress“, erläutert Dagmar Rees, Gründerin von SoluDare.

Mit ihrem Unternehmen analysiert sie, wie Selbständige arbeiten, ob es in ihrer physischen und digitalen Organisation im Beruf Bereiche gibt, die sie daran hindern, ihre Arbeit zu erledigen und ihr Leben zu genießen. „Studien zufolge verbringen Kreative lediglich 20 Prozent ihrer Zeit mit schöpferischen Tätigkeiten. Die restlichen 80 Prozent mit Verwaltung. Ich habe mich gefragt: Wie könnten wir diese Relation umkehren?“ Da sie selbst als freiberufliche Journalistin und Einzelhandelsfachfrau erfahren hat, wie wichtig eine gute Organisation ist, entschied sich Dagmar Rees, in diesem Bereich zu gründen.

Portraitfoto Valeria Berghoff-Flüel

Valeria Berghoff-Flüel, ergo-ludamus

Die Vision wahr werden lassen

„Beschäftigt Euch mit Eurer Vision und wie Ihr arbeiten möchtet: Das ist der Leitfaden zum Erfolg“, legt Diplom-Psychologin Valeria Berghoff-Flüel Selbständigen ans Herz. Denn beim Unternehmertum geht es nicht nur um monetäre Aspekte: Für sie war die Vereinbarung von Familie und Arbeit sowie das Leben ihrer Werte im Beruf ausschlaggebend für den Schritt in die Selbständigkeit.

„Andere Menschen inspirieren, wie sie neue Dinge in die Welt bringen und neue Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Leben und Arbeiten entdecken, ist der schönste Job für mich! Die wachsende Begeisterung meiner Kunden und Klienten zu genieβen, aber auch positive Rückmeldungen über die nachhaltige Wirkung meiner Arbeit zu erhalten, erfüllt mich“, erzählt die Trainerin, Beraterin, Coach und Mutter zweier Kinder...

Bei ihr vollzog sich diese Entwicklung in flieβenden, selbstverständlichen Übergängen. „Ich war lange Jahre als Therapeutin im klinischen Setting tätig. Doch dann entdeckte ich weitere Bereiche, in denen ich meine Kompetenzen mit Begeisterung einbringen kann. Ab 2008 bot ich freiberuflich Workshops zur Entwicklung kreativ-innovativer Lösungen für die Herausforderungen des Alltags an. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich eine Zielgruppe von Trainern, Coaches und Führungskräften heraus. Diese fragten bald nach Einzelgesprächen und später nach Leistungen innerhalb ihrer Organisation. Gesagt, getan, ich bildete mich jeweils aus, um diesen Erwartungen gerecht zu werden. Ich bin in kleinen, aber in wohlschmeckenden Schritten selbständig geworden!“, resümiert die 41-Jährige.